Mittwoch, 15. Februar 2017

"Findungskrise" & Bin ich eine schlechte Bloggerin?

Heute gibt es mal kein Rezept, sondern einen Beitrag, der normalerweise in die Kategorie "Sonstiges" fällt. Ich bin von meiner ehemaligen Schule, der BHAK Hallein, eingeladen worden, einen Workshop zum Thema "Blogging" zu halten. Dieser Workshop wird im Rahmen der Medientage nächste Woche stattfinden und ich muss euch sagen, ich freue mich wirklich riesig über diese Möglichkeit. Ich war zuerst ein wenig erstaunt über die Einladung, da mein Publikum doch eher klein ist. Was möglicherweise auch daran liegt, dass ich nie ganz regelmäßig mit meinen Blogposts war.
Die Recherche zum Thema "Food-Blogging" und die Vorbereitung auf den Workshop haben mich ein wenig zum Nachdenken gebracht. Beziehungsweise hab ich mich selbst in eine Art "Findungskrise" gestürzt.
Ich kenne viele der Tipps und Tricks rund ums Bloggen. Ich weiß wie wichtig es ist, eine Nische zu finden, ordentliche Fotos zu machen, sich zu vernetzen, immer am Ball zu bleiben, regelmäßig zu posten und seine eigene Stimme zu haben. Erfolgreiche Food-Blogs zeichnen sich durch Individualität aus, durch atemberaubende Food-Photography und Perfektion in der Darstellung von Gerichten, die aus einem Jamie Oliver Kochbuch stammen könnten. Und obwohl ich all das weiß, befolge ich die wenigsten dieser Tipps. Und ich habe überlegt ob mich das zu einer schlechteren Bloggerin macht? Kurzzeitig habe ich sogar nachdenken müssen, wieso ich dann überhaupt blogge. Aber kann man jemanden als besser oder schlechter bezeichnen, nur weil man nicht stundenlang mit der Spiegelreflexkamera dasteht, um perfekte Fotos zu schießen? Oder weil man ein Rezept nicht zehn Mal hintereinander kocht, nur um es immer noch besser zu machen, obwohl es eigentlich beim ersten Mal schon lecker war?
Ich hab vor etwa eineinhalb Jahren zum Bloggen angefangen, weil ich gerne gekocht und geschrieben habe. Und weil mich zahlreiche Freunde und Bekannte immer wieder nach Rezepten und Ideen gefragt haben. Und an dem hat sich nichts geändert. Ich koche immer noch wahnsinnig gerne. Sogar so gerne, dass ich fast jeden Tag mindestens eine Stunde in der Küche stehe und etwas ausprobiere. Oder nachkoche. Manchmal findet man mich sogar nachts um zehn vor dem Herd. Beim Backen von Brownies oder Keksen. Ich versuche immer noch zu 90% gesund zu kochen. Obwohl "gesund kochen" ja auch eine Phrase ist, die andauernd Debatten darüber auslöst, was denn jetzt gesund ist und was nicht.
Meine Rezepte sind lecker, einfach und vor allem ehrlich. Alle Gerichte, die ich je gepostet habe, wurden von mir gekocht, verzehrt und für lecker befunden.
Ich habe viele Mahlzeiten kalt gegessen, weil ich versucht habe, abends, bei schlechten Lichtverhältnissen, ein Foto zu machen, welches halbwegs ansprechend aussieht. Und ja manche Bilder sind besser als andere. Aber beschließe ich, etwas nicht zu posten, nur weil das Foto nicht aussieht, wie von Pinterest, Instagram oder einem Kochbuch geklaut? Nein.
Ich bin mal ganz ehrlich und sage, dass ich mir keine 500€ Spiegelreflexkamera leisten kann und will. Ich habe nicht die Zeit dazu, den ganzen Tag damit zu verbringen, ein Rezept zu perfektionieren. Mein Blog ist nicht perfekt und das ist gut so. Perfektion war und wird nie das Ziel sein. Denn ganz am Ende bin ich noch immer eine Studentin, die ihre Freizeit gerne in der Küche verbringt und ab und an andere Menschen in ihrem Umfeld mit Rezepten und Blogposts beglückt. Und das ist gut so. :)

Allerdings freue ich mich trotzdem wirklich ganz arg viel darüber, wenn ihr mir erzählt, wie euch meine Rezepte gefallen. Oder ihr meine Beiträge teilt. Oder ich morgens aufstehe und sehe, dass meine Facebook-Seite einen Follower mehr hat. Oder ihr Interviews für die Uni mit mir führen wollt. Oder ich eingeladen werde, einen Workshop übers Bloggen zu halten. Und wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann, nach dem Studium oder so, auch eine von diesen Bloggerinnen, die ich für ihr Talent und ihre Mühen so bewundere und beglücke euch dann mit Rezepten, die auch von Martha Stewart stammen könnten.

Bis Bald,
eure Denise

Freitag, 3. Februar 2017

Low-Carb Veggie Zucchini Lasagne




Mittlerweile habt ihr wahrscheinlich gemerkt, das Zucchini bei mir in jedem zweiten Rezept vorkommt. Aber ich liebe Zucchinis einfach, vor allem weil sie sich perfekt als Ersatz für Nudeln eignen. In diesem Rezept wurde komplett auf Nudeln und die Béchamelsauce verzichtet. Ebenso ist diese Lasagne vegetarisch und wirklich richtig lecker.

Für etwa vier Personen benötigt ihr:

800 g Zucchini
500g Tomaten püriert
1 Zwiebel
3 Karotten (gerieben)
1/2 Kopf Broccoli
2 EL Balsamico
1 Knoblauchzehe
4 TL Oregano (getrocknet)
2 TL Basilikum (getrocknet)
2 EL Olivenöl
250g Ricotta
100g Parmesan (gerieben)
300g Mozzarella (gerieben)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1.  Die Karotten reiben und den Broccoli in sehr kleine Würfel schneiden. Ebenso die Zwiebel und den Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Alles gemeinsam in einer Pfanne mit Olivenöl anrösten.
Anschließend die pürierten Tomaten hinzugeben und mit 2 TL Oregano, 2 TL Basilikum, Balsamico und Salz, Pfeffer abschmecken.

2. Den Ricotta mit dem Parmesan und 50g Mozzarella vermengen und mit Salz, Pfeffer und 2 TL Oregano abschmecken.

3. Zucchini in etwa 0,5 cm dicke Streifen schneiden, salzen und 15 Minuten stehen lassen. Die Flüssigkeit die entsteht mit etwas Küchenrolle abtupfen.

4. Nun wird die Lasagne geschichtet. Zuerst 2 EL von der Tomatensauce am Boden einer Auflaufform verteilen. Anschließend eine Schicht Zucchinis darüber geben. Wieder etwas Tomatensauce darüber schichten und dann etwas von der Ricotta Mischung darüber geben. Nach der Ricotta-Schicht etwas Mozzarella auf die Lasagne streuen. Nun wieder Zucchini darauf schichten und alle Schritte wiederholen, bis alles verbraucht ist. Zum Schluss den restlichen geriebenen Mozzarella darüber geben und die Lasagne bei 180 °C etwa 35 Minuten im Ofen backen.

Ich hoffe euch schmeckt's! Natürlich freue ich mich wie immer über Kommentare, Nachrichten, Likes und geteilte Beiträge!

Bis Bald,
eure Denise